Unsere
Herangehensweise an das Projekt wurde von dem Konzept der Erfahrungsgestaltung
von Constanze Kirchner geleitet. Das heißt, dass immer die
Originalbegegnung im Zentrum stand. Dies fand mittels einer Führung
durch die Ausstellung mit den Museumspädagoginnen des Kunstmuseums
statt. Als besonders fruchtbar für das Sammeln von Erfahrungen
erwies sich die unmittelbare praktische Auseinandersetzung in der
Kunstwerkstatt des Museums. Die SchülerInnen konnten nach der
Betrachtung der Holzschnitte und Gemälde der australischen
KünstlerInnen die Technik der Acrylmalerei selbst nachvollziehen.
Die Jugendlichen setzten sich intensiv mit dem Weltbild und der
Religion der Aborigines auseinander und suchten ihren Weg der Darstellung.
Die Auseinandersetzung mit dem Gesehenen setzte sich in der Schule
fort, indem die SchülerInnen sich mit graphischen Mitteln (Zeichnen
mit weißem Stift auf schwarzem Tonkarton) weiter an die Bildsprache
der Aborigines annäherten.
Sie lernten auf diese Weise neben der Auseinandersetzung mit der
für sie fremden Naturreligion und daraus resultierend fremden
Bildsprache ein Verständnis für einen fremden Kulturkreis.
Sie konnten sich so auf einem ihnen adäquaten Weg mit den Kunstwerken
auseinandersetzen. Ein weiterer Effekt dieser Herangehensweise ist,
dass unsere Jugendlichen das Museum als sinnvollen Ort der Freizeitgestaltung
kennen lernen konnten. |