| Vorbemerkung:
Schule
hat die Aufgabe, die ihr anvertraute Generation auf das Leben vorzubereiten.
In einer schnell-lebigen Zeit, geprägt von einem raschen technischen
und gesellschaftlichen Wandel, hat sie es schwerer denn je, dieses
Ziel zufriedenstellend zu erreichen. Der Umgang mit Computerspielen
und Lernprogrammen ist den meisten Kindern und Jugendlichen vertraut.
Oft konsumieren sie unreflektiert, was sich Softwarehersteller mit
ihren Mediendesignern ausgedacht haben.
Der
Umgang mit modernen Medien ist auch für die Rezeption von Bildender
Kunst von zunehmendem Interesse. Der Umgang mit dem PC und mit technischen
Bildmedien verändert die Wahrnehmung der Wirklichkeit kontinuierlich.
Jede neue (technisch neu geprägte) Generation entwickelt ihre
eigenen Sehstrukturen – auch gegenüber der Bildenden
Kunst.
Aber
– die Kunst verändert auch die Wahrnehmung.
Das
Kunst + Medien – Projekt „Kunst mit Schüleraugen
gesehen“, das vom Kunstmuseum Bayreuth über
drei Jahre (in den Schuljahren 2003/2004, 2004/2005 und 2005/2006)
in Zusammenarbeit mit insgesamt 715 Schülern aus sieben Bayreuther
Schulen (Vertreter aller Bayreuther Schultypen), dem städtischen
Medienzentrum und verschiedenen Museums-, Gestaltungs-, Kunst- und
Medienpädagogen durchgeführt wurde, gab Schülerinnen
und Schülern die Chance, virtuelle Lernangebote zur Bildenden
Kunst nach Ihren Bedürfnissen mitzugestalten.
Ein
besonderer Wert wurde dabei auf ein partnerschaftliches Zusammenarbeiten
aller beteiligter Lehrer, Medienexperten, Museumspädagogen
und -wissenschaftler und Schüler gelegt.
Dieses
für Bayern einzigartige Projekt wurde zu 100 % von der Oberfrankenstiftung,
der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in
Bayern und von der PricewaterhouseCoopers-Stiftung
gefördert. Außerdem haben die Softwareanbieter
Adobe und Macromedia das Projekt mit kostenlosen Schullizenzen gefördert.
Wegen
seiner umfassenden Konzeption stieß das Projekt bereits im
Vorfeld und immer wieder während der mehr als dreijährigen
Laufzeit auf großes Interesse von verschiedenen anderen Institutionen,
so dem der Kulturstiftung der Länder (Jugendkultur- und Bildungsinitiative),
der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, des Bundesverbandes Museumspädagogik
in Bonn, von "schola - 21" und "schule@museum".
Ziel
des Projektes war es, Schülerinnen und Schüler
verschiedener Altersstufen und unterschiedlicher Schultypen an der
Entwicklung einer DVD zu Themen der Kunstgeschichte zu beteiligen.
Im
Kunstmuseum Bayreuth wurden Künstler, Stilrichtungen
oder Techniken ausgewählt, die in unmittelbarem Zusammenhang
mit dem Sammlungsbestand stehen. Aufgabe des Museums war es, in
den wechselnden Ausstellungen Sachinformation und Anschauungsmaterial
zur Praxis der Kunst und zur Kunstgeschichte schüleradäquat
aufzuarbeiten und zu vermitteln. Hierzu standen dem Projekt zwei
freiberufliche Museumspädagoginnen zur Verfügung.
Die
Schulen widmeten sich nach freier Auswahl alterstufen-
und lehrplanabhängig unterschiedlichen Themen der Modernen
Kunst aus Sammlungen und Ausstellungen des Kunstmuseum Bayreuth.
Hierbei kamen die spezifischen Perspektiven, Lernziele und Fähigkeiten
der Schüler zum tragen:
So
erarbeitete zum Beispiel die Förderschule die
künstlerischen Techniken, die beiden Grundschulen setzten
sich mit in Sprache und Bild mit dem Märchenhaften im Werk
eines phantastischen Realisten bzw. in der Konkreten Kunst und Poesie
auseinander. Die Hauptschule widmete sich der Umsetzung
von Wirklichkeit in Fotografie und Malerei, die Realschule
dem Thema Plastizität in Skulptur und Zeichnung. Das Gymnasium
bearbeitete praktisch und theoretisch Inhalte, Form und Geschichte
der im Kunstmuseum Bayreuth erfahrenen Werke. Und die Fotoklasse
der Berufsschule setzte sich mit unterschiedlichen
Perspektiven auf das historische Museumsgebäude sowie seiner
modernen Umnutzung als Kunstmuseum auseinander.
Die
Website ist so angelegt, das sie von unterschiedlichen
Nutzern (Schülern aller Altersstufen und Schultypen, Lehrer,
Museumspädagogen) sowohl logisch erschlossen als auch als subjektiv
zu gestaltend Kreativreise durch die Projekte erfahren werden kann.
An
dieser Website zum Projekt haben alle Beteiligten
gemeinsam gearbeitet.
Anschließen wird eine Dokumentation in Form einer DVD produziert..
Im September 2006 werden wir diese Abschluss-DVD allen interessierten
Lehrern und Schülern sowie allen Bayerischen Museen als Ideenbeispiel
für die Auseinandersetzung mit der Bildenden Kunst und für
den Unterricht vor Ort im Museum zur Verfügung stellen können.
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